Herausgeber:
Bündnis Kinder- und Jugendreha e.V. (BKJR)

in Zusammenarbeit mit:
der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische
Rehabilitation und Prävention e.V. (DGPRP)

Das Bündnis Kinder- und Jugendreha e.V. (BKJR) ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Medizinische Rehabilitation SGB IX (AG Med Reha)

Reha-Leistungen entsprechen hohem Anforderungsprofil

Kinder- und Jugend-Rehakliniken sind auf die medizinischen Bedürfnisse von chronisch kranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen spezialisiert. Sie müssen einem von der Deutschen Rentenversicherung vorgegebenem Anforderungsprofil entsprechen, um als Reha-Klinik für Kinder und Jugendliche anerkannt zu werden. Neben personellen und räumlichen Vorgaben gehören hierzu vor allem Anforderungen an die therapeutischen Leistungen und die diagnostischen Verfahren. Kinder- und Jugend-Rehakliniken unterliegen regelmäßigen Qualitätskontrollen, die einen hohen und modernen Standard in der medizinischen Versorgung der jungen Patienten garantieren.

Medizinisch-therapeutisches Reha-Angebot

Das therapeutische Angebot umfasst u.a. Folgendes:

  • Ärztliche Leistungen
  • Psycho- und verhaltenstherapeutische Angebote sowie Entspannungsseminare
  • Pädagogische Leistungen
  • Sport- und Physiotherapie
  • Bädertherapie
  • tägliches Gesundheitstraining in Form von Vorträgen, Schulungen und Seminaren (u.a. auch für Begleitpersonen)
  • Ernährungsberatung und -schulung
  • Ergotherapie, Logopädie, Psychomotorik
  • Musiktherapie
  • Heilpädagogische Verfahren (z.B. Reittherapie)

Je nach Krankheitsbild und Persönlichkeitsstruktur des Reha-Patienten werden die therapeutischen Maßnahmen individuell abgestimmt, wobei es auch zur Häufigkeit und Dauer der einzelnen Maßnahmen sowie zur jeweiligen Gruppenstärke Vorgaben gibt, um einen Qualitätsstandard zu sichern.

Medizinisch-diagnostisches Reha-Angebot

Neben dem therapeutischen Angebot muss eine apparative Grundausstattung zur Diagnostik der für Kinder und Jugendliche typischen Gesundheitsprobleme und Krankheitsbilder vorhanden sein. So kann z.B. durch eine Funktions- und Leistungsdiagnostik nach Reha-Aufnahme ermittelt werden, in welchem Umfang der junge Patient in seinen Fähigkeiten und seinen Aktivitäten im täglichen Leben beeinträchtigt ist. Darauf aufbauend wird der Therapieplan individuell abgestimmt und die Reha-Ziele werden festgelegt. Für eine umfangreiche Diagnostik verfügen die Einrichtungen u.a. über folgendes Equipement bzw. über folgende Kompetenzbereiche:

  • Lungenfunktionslabor
  • Allergielabor und allgemeines Blutlabor
  • 24h- und Langzeit-Blutdruckmessung
  • Ultraschall (Sonigraphie)
  • Belastungs- und Langzeit-EKG
  • EEG
  • Röntgen
  • Testverfahren zur Erkennung von Lern- und Teilleistungsstörungen sowie Verhaltensauffälligkeiten (z.B. ADHS)
  • Diagnostik für Sprach- und Sprechstörungen
  • Entwicklungsdiagnostik